Die Schweiz, ein Land mit vielen Bergen und Gipfel
Faszination die Schweiz. Hohe Berge, Gipfel und fantastische Täler und Seen. Ein See davon ist der Lago Maggiore. In der Kindheit schon oft gehört, aber noch nie besucht. Bei meiner Frau, sieht es ganz anders aus. Von Kindheitstagen an jedes Jahr mindestens einmal.
Für uns als kleine Familie ein neues, aufregendes Kapitel. Der Wunsch von den Schwiegereltern war da: "Wir könnten doch auch mal mit ihnen, an den Lago Maggiore hinfahren und den Campingplatz Campofelice besuchen". Drei Generationen, die zusammen Urlaub machen, und schon fühlte es sich wieder wie früher an, als man dort als Familie Urlaub machte.
Für uns eigentlich kein Problem, wir lieben das Reisen und würden sofort ja sagen. Dennoch zögerten wir, weil die finanzielle Situation, mit einem Kleinkind und dann noch eine Woche Urlaub in der Schweiz, auf einem 4‑Sterne-Campingplatz und in einem Mietwohnwagen, nicht wirklich dafür spricht. Nach langem Zögern und viel Unterstützung, wurde der Urlaub gebucht und alle konnten es kaum erwarten.
Je näher der Reisebeginn rückte, desto aufgeregter wurde die Lage. Nein, kein Chaos oder Streit, einfach nur die Vorfreude, endlich losfahren zu können, in ein neues Abenteuer. Während wir als Eltern anfingen zu überlegen: „Was brauchen wir alles?" "Was müssen wir für unseren Krümel (1 ½ Jahre) alles mitnehmen?" "Bekommen wir das alles auch im Auto unter?" Unser Krümel, war wohl der entspannteste von uns. 😊
Auch wenn das erst unsere zweite große Reise nach Butjadingen/Burhave war, war die Rollenverteilung gleich klar, ohne viel darüber zu sprechen. Meine Frau organisierte und plante alles, was für eine Woche benötigt werden könnte. Machte sich Listen, Pläne, was das Kind alles brauchen könnte, wenn die verschiedensten Situationen eintreffen könnten. Und ich, ich ging zum Arbeiten und machte mir Gedanken: Wie bekomme ich das alles ins Auto, ohne dass wir bei einer Kontrolle gegen irgendwelche Vorschriften verstoßen? Denn Sicherheit steht bis heute bei uns an erster Stelle! Denn wir möchten gerne jede Reise mit einem Happy End. ❤️
Ich durfte mich dann am Tag der Abreise, mit Auto - Tetris versuchen. Nach einiger Zeit und dem ein oder anderen Umräumen und Gedankenaustausch mit scharfem Ton, war das Auto gepackt und die Reise konnte losgehen.
Wir fahren an den Lago Maggiore, auf den Campofelice, in die Schweiz
Wer kennt es nicht? Das Auto ist gepackt, aber man wartet auf die passende Zeit, um loszufahren, denn man darf ja erst um 13.00 Uhr einchecken. Am nächsten Morgen ging es dann so gegen 8.00 Uhr los Richtung Schweizer Grenze. An der Grenze kam dann ein mulmiges Gefühl auf. Werden wir herausgezogen oder kontrolliert? Irgendwie kommt das Gefühl an jeder Grenze auf, obwohl man genau weiß, dass man nichts zu verbergen hat.
Die Grenzüberschreitung hat ohne Stau und Probleme geklappt und wir peilten unser nächstes Ziel an: den Gotthard-Tunnel. Einen Zeitplan, den wir einhalten müssen / wollen haben wir nicht, wir sind da, wenn wir da sind. Da wir unseren Krümel an Bord haben, benötigen wir auch die ein oder andere Pause. Am Gotthard - Tunnel angekommen, gab es eine große Pause auf dem letzten Rastplatz vor dem Tunnel. Hier konnte noch gespielt, gegessen und die Füße vertreten werden, bevor es durch den Tunnel Richtung Bellinzona geht.
Nachdem wir den Tunnel passiert hatten, war es noch so ca. eine Stunde bis zum Campingplatz. Die Landschaft und Aussicht waren schon grandios, es machte richtig Spaß, zu fahren, und alle waren gut gelaunt.
Wir haben unser Ziel, den Campingplatz „Campofelice“, erreicht!
Nach ungefähr 6 Std. Fahrt sind wir voller Vorfreude und gut gelaunt am Campingplatz angekommen und wurden von unseren Schwiegereltern empfangen. Kurz alle anmelden und schon geht es weiter zu unserer Unterkunft. Da staunten wir nicht schlecht, was wir bekommen hatten, und waren richtig begeistert. Bevor es dann zum großen Auspacken ging, haben wir uns erst mal den Platz etwas erkundet. Danach wollte der Krümel erst mal zu Oma und Opa ans Wohnmobil. Später haben wir uns dann in unserem Wohnwagen eingerichtet und der erste Urlaubstag war dann auch schon gelaufen. Für die nächsten Tage stand eigentlich nur Erholung auf dem Programm.
Jetzt beginnen die Abenteuer als Familie!
Das erste Mal, dass unser Krümel so richtig am Strand mit Sand und Wasser spielen konnte. Es war einfach nur schön, ihn so strahlend und fröhlich zusehen. Seine Neugier auf das Neue war ununterbrochen. Der Campingplatz wurde natürlich auch weiter erkundet und am Ende endete ein wunderschöner Tag.
Erste Amtshandlung war natürlich, hin den Campingplatz - Supermarkt zu laufen, um frische Brötchen zukaufen. Denn das Frühstück fand unter dem freien Himmel am Wohnmobil von Oma und Opa statt. Hier verbrachten wir auch die meiste Zeit und nutzten unseren Wohnwagen eigentlich nur zum Schlafen und für den Mittagsschlaf vom Krümel.
Da wir nicht weit vom Spielplatz entfernt waren, war das natürlich für den jungen Mann ein Muss, dort auch einmal vorbeizuschauen. Hier konnte er sich etwas austoben, bevor es später wieder an den Strand ging.
Strand, Wasser, Spielplatz usw. waren unsere täglichen Plätze, an denen wir uns aufhielten. Doch wir möchten natürlich auch etwas Abenteuer und die Region erkunden. Deshalb durften erst mal kleine Ausflüge nicht fehlen. So wurde ein kleiner Plan ausgearbeitet und am nächsten Tag umgesetzt.
Sonne, Berge und eine fantastische Aussicht!
Unser erster geplanter Stopp war das Verzasca-Tal, die berühmte Staumauer, an der auch schon James Bond gedreht wurde. Wow, was für ein gigantisches und beeindruckendes Bauwerk. Das kostenlos besichtigt werden kann. Allein die Anfahrt war ein Abenteuer! Kurve und Kurve neue Herausforderungen und immer wieder ein schöner Ausblick auf den Lago Maggiore!
⚠️ Unser Tipp:
Wenn es möglich ist, lieber vormittags einen Besuch einplanen, da es nur eine begrenzte Parkmöglichkeit gibt! Die Parkplätze sind auch noch kostenpflichtig!
Solltet ihr aber einen ganzen Tag im Verzasca - Tal unterwegs sein, würden wir die Verzasca - Parking Karte empfehlen.
Weitere Infos haben wir euch hier verlinkt.
Viel Ausdauer und Kraft forderte das nächste Ziel!
Nach dem Staudamm wollten wir noch die Ponte Romano besuchen. Deshalb fuhren wir noch nach Ancona ins Hinterland. Einen geeigneten und sicheren Parkplatz am Ziel gab es leider nicht. Wir mussten an der Straße in einer Parkbucht parken. Was mit Kind schon gefährlich war.
Die Ponte Romano ist nur zu Fuß erreichbar, somit musste der Kinderwagen im Auto bleiben. Nach den ersten Metern machten wir halt und haben uns gefragt: "Wollen wir uns das wirklich antun?" Es ging ordentlich bergab und das mit dem 1½‑Kind. Wir wollten umdrehen, aber der Krümel wollte nicht. Also haben wir es durchgezogen. Das war hart! Der Weg wollte nicht enden und es ging immer weiter im Wald den Berg ab. Nach jeder Kurve kam noch eine weitere und noch eine und noch eine. Irgendwann war der Kleine dann noch auf der Schulter. Ich weiß nicht, wie lange wir schon unterwegs waren. Was für eine Tour!
Als wir aber am Ziel angekommen waren, waren wir erst mal fix und fertig. Belohnt wurden wir aber mit einer grandiosen Natur.
Dann lag aber wieder der Rückweg vor uns. Alles, was bergab ging, mussten wir jetzt wieder rauf und bekanntlich ist der Aufstieg der anstrengendste. Wir waren fix und alle, als wir am Auto angekommen sind und echt froh, als wir wieder am Campingplatz angekommen sind.
Die Zeit vergeht wie im Flug und der Urlaub neigt sich dem Ende.
Nach etwas Erholung von unseren Ausflügen, mit vielen spannenden Erlebnissen im Gepäck, hieß es schon wieder: „Langsam Koffer packen." Bevor es aber wieder Richtung Heimat ging, hat es uns noch nach Cannobio / Italien verschlagen. Gemeinsam mit Oma und Opa ging es dann zum Pizzaessen und einen wunderschönen Urlaub ausklingen lassen. Dann war es soweit und wir mussten uns mit schweren Herzen vom Lago Maggiore und dem Campingplatz wieder verabschieden.
Unser Fazit:
Ein wunderschöner und erlebnisreicher Urlaub in der Schweiz ist vorbei.
Es hat sich definitiv gelohnt! Die Berge, die Landschaft, die Natur, der Campingplatz – eine perfekte Kombi!
Auch wenn es villt etwas teurer ist, es ist es wert und wir werden auf jeden Fall wiederkommen, denn es gibt noch vieles mehr zu entdecken! Das zu erleben ist viel mehr wert als das Geld!



















